Die Pampa – Besuch einer Öko-Ranch

Punta del Este frühmorgens hinter mir gelassen, kurzer Zwischenstop in Montevideo und auf gehts mit dem Bus nach Tacuarembó. Laut Reiseliteratur „die Pampa schlechthin“. So richtig weiß ich aber gar nicht, was ich darunter zu verstehen habe, außer Farmland und relativ weite Flächen. Und genau so sieht die Gegend vom Bus aus auch aus.

Und dann doch das, was irgendwie da sein soll, aber auch irgendwie kitschig scheint: Reiter, die auf ihren Farmgrundstücken Kühe zusammentreiben. Mein erster Gedanke ist: „Jetzt bin ich im Film gelandet.“ Bonanza – Ponderosa – Little Joe, für alle in meinem Alter ein Begriff für erste Serien. Weiterlesen „Die Pampa – Besuch einer Öko-Ranch“

Das etwas andere Uruguay – Punta del Este

In „Punta“ (wie die Insider angeblich sagen) angekommen, stehe ich nach 200 Metern auch schon vor meinem Hotel. Es ist noch morgens, aber ich kann schon mein Zimmer beziehen. Erster kleiner Schock: eine „Aussicht“, die mich das immer noch stürmische und regnerische Wetter vergessen lässt. Der allumfassende Blick auf die Wand des Nachbarhauses. Nun ja, das Zimmer war preiswert und ist zentral. Die Nachteile sind als Weltreisendenschicksal abgehakt.

Spanischkurs in Atlántida

Nach einer Woche Eingewöhnung wird es Zeit, ein wenig dafür zu tun, dass ich die Menschen hier besser verstehe. Schon von zuhause hatte ich einen Spanischkurs angeleiert, jetzt lese ich, dass sich keine weiteren Leute gefunden haben. Also bin ich die folgende Woche allein mit meinem Lehrer Juan. 

Aber erstmal muss ich sehen, wie ich auf der Fahrtroute von Punta del Diablo nach Montevideo in Atlántida aus dem Bus komme.

… und Punta del Diablo

Noch weiter gen Osten liegt Punta del Diablo, ebenfalls eher ein überschaubarer Backpacker-Ort. Das nächste Ziel der Reise… Wieder mit dem Bus unterwegs, diesmal aber nur ca. 1 1/2 Stunden nach der unumgänglichen LKW-Tour zurück aus dem Nationapark. Leider hatte ich übersehen, dass der LKW just ab meinem Abreisedatum erst eine halbe Stunde später abfuhr, so bangte ich um meinen dann sehr knappen Anschluss. Unbegründet, was ich schon ahnte, denn in Uruguay sind die Leute durchweg freundlich und  um das Wohlergehen der Mitmenschen bemüht. Ein wirklich angenehmes Land zum Leben, besonders, wenn man Anhänger von Matetee ist. Denn mit der Matetasse sieht man hier offensichtlich übers Land verteilt alle rumlaufen. Keine Übertreibung, wie ich noch bei der Reisevorbereitung dachte. Weiterlesen „… und Punta del Diablo“

Cabo Polonio

So, in Montevideo ausgeschlafen, war ich bereit, die etwas abgelegenere Küste Uruguays zu entdecken. Zunächst auf nach Cabo Polonio. Es fahren 2 Busse täglich ab Tres Cruzes, dem Busbahnhof in Montevideo. Vor der Abreise hab ich mir noch etwas Geld gezogen, weil ich danach erstmal an keinen Automaten mehr kommen werde. Außerdem habe ich mich noch – ohne nennenswerte Spanischkenntnisse – mit einer Simkarte von Movilstar ausgestattet. Die Kommunikation lief über ein Übersetzungsprogramm und der Mitarbeiter hat gleich alles eingerichtet. Ganz praktisch, weil ich dadurch auch ohne wlan zukünftig eine Übersetzungshilfe zur Verfügung habe.

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Montevideo, kurz aber schön

Also, Taxifahrt zur Unterkunft La Perez, der Taxifahrer hielt und zeigte mir einen kleinen Fußweg zur die Fusgängerzone – kurz geradeaus und dann 20 Meter nach links – dann sollte ich endlich da sein. Ein Bett!

Kein Problem dachte ich, also drauflos… Dann stand ich vor der Hausnummer, geordert bei Booking.com und sah ein Haus, das zwar seh schön aussah, aber ein Hotel konnte das nicht sein. Nachfrage an der Ecke: Nein La Perez kenne man nicht (sowas verstand ich jedenfalls mit meinen Minispanischkenntnissen). Also nahm ich den Weg zuck zur genannten Adresse. Was tun? Große Ratlosigkeit… telefonieren kam nur im absoluten Notfall infrage, denn das war mir mit deutscher Telefonkarte zu teuer und ehrlich gesagt fürchtete ich auch jemanden, der nur spanisch spricht. Weiterlesen „Montevideo, kurz aber schön“

Abflug 15.11. nach Lissabon!?

Um 3.30 Uhr aufgewacht und kurz vom Hotel rübergesprungen zum Flughafen. Um 6.00 soll der Flieger erstmal nach Lissabon gehen, dann weiter über Rio nach Buenos Aires. Etwas aufgeregt mache ich mich auf den Weg zur Abfertigung, eingecheckt hatte ich schon. Und dann die Frage am Schalter: „ Einen Rückflug haben Sie auch? Ohne dürfen Sie nämlich nicht mitfliegen.“ Hatte ich nicht, war ganz stolz, das erste Mal im Leben nur Oneway gebucht zu haben.

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Bonn, Darmstadt, Horneburg, Hamburg

Abschied nehmen, von Freundinnen und der Familie. Nicht leicht, aber ich finde, das muss sein. Also los mit dem ausgewählten Gepäck zur kleinen Rundreise durch Deutschland, bevor es in den Flieger geht.

Zuerst eine Woche Bonn mit einem kleinen Ausflug nach Darmstadt. November, da war doch was? Ja, ich musste es mir noch gönnen.

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Los gehts – jetzt wirklich

Die Mietwohnung ist an den Vermieter übergeben, einige mir wichtige Möbel in einem Zimmer bei einer Freundin untergebracht und die Neuanmeldung dort erledigt. Jetzt habe ich eine neue Adresse, leider nicht mehr in Hamburg.

Es gilt nun, den Platz meines Wohnwagens noch winterfest zu machen und die letzten Dinge zu regeln. Der Countdown läuft: es müssen bis Anfang November noch alle Sachen für die Weltreise sortiert und gepackt werden. Ich hoffe, alles passt in den neuen Rucksack? Die Unterlagen für die Rente, Versicherungen, Steuern etc. sind inzwischen sortiert.

Ja, es hat geklappt. Weiterlesen „Los gehts – jetzt wirklich“

Aufräumarbeiten

Gestern hatte ich meine Abschiedsfeier im Büro – mit knapp 65 Jahren also relativ kurz vor der „Normalrente“. Ich arbeite – heute noch 5 Tage – im DGB-Bildungswerk und bin sozusagen im 2. Bildungsweg mit Mitte 40 Arbeits- und Sozialrechtlerin geworden. Vorher hatte mich das sichere Beamtinnendasein fest im Griff. Was mich aber zeit meines Lebens wirklich interessierte war die Frage, wie es wohl „woanders“ aussieht und wie da Menschen, Tiere, Pflanzen und die Erde mit all ihren Besonderheiten leben. Also der Blick um die Ecke… Weiterlesen „Aufräumarbeiten“